Fragen und Probleme bei 10in2

On 30. Januar 2016 by Admin

Da sie sich für diesen Artikel über Probleme bei 10in2 interessieren, nehme ich an, dass sie bereits Erfahrungen mit intermittierenden Fasten (10in2 oder anderen Formen) gemacht haben. Wenn nicht, dann sehen sie sich unbedingt vorher den Erfahrungsbericht 40 Tage 10in2 an. Wenn sie gerade dabei sind intermittierendes Fasten 10in2 zu praktizieren, dann werden sie über kurz oder lang mit unterhalb angeführten Begleiterscheinungen und Fragestellungen zu tun haben.

Dieser Artikel soll ihnen helfen, sich im Verwirrspiel von Halbwahrheiten, Hysterie und Panikmache zurechtzufinden. Nach 250 Nicht-Esstagen werde ich auf einige Fragen eingehen, die bei 10in2 häufig auftreten und wo es meiner Meinung nach, sehr viel Unsicherheit gibt bei den Betroffenen.

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1. Frage: Ich mache 10in2, aber ich nehme nicht ab!

Ich habe immer wieder Leute kennen gelernt, bei denen 10in2 wirklich nicht funktioniert hat. Wenn sich nach 1-2 Wochen absolut nichts tut, dann ist zwecklos damit weiterzumachen. Nach spätestens 5 Nullern muss etwas sichtbar sein, entweder am Umfang, oder am Gewicht. Wenn das nicht der Fall ist, dann kann man davon ausgehen, dass sie an Gedanken festhalten, die eine Gewichtsabnahme unmöglich machen.

Sie können sich sicherlich vorstellen, dass es eine Ursache hat, warum sie Übergewicht haben. Sie werden jetzt sagen: Ja, ich hab einfach zu viel gegessen. Das falsche. Oder ich bin ein Genussmensch. Das ist aber alles nicht die wirkliche Ursache, das sind nur die Wirkungen. Die wirkliche Ursache steckt viel tiefer und ist vom EGO so kompliziert in ihrem Geist versteckt, dass sie es dort niemals finden sollten. Sie können davon ausgehen, dass es sich um eine versteckte Schuld handelt und dass es mit jemanden zu tun hat, den sie hassen, der sie enttäuscht hat, der sie betrogen hat, oder der ihnen etwas angetan hat. Nicht selten hat es mit ihren Eltern, ihren Kindern, ihren Freunden, ihrem Partner und ihren Arbeitskollegen zu tun.

Wird jedoch die Ursache (das Schuldgefühl) nicht aufgelöst und im Geist berichtigt, dann werden diese Schuldgefühle immer durch Essen, Rauchen, Trinken, Sex und anderen Süchten ausagiert, weil man dieses Schuldgefühl nicht aushält. Man mißinterpretiert es häufig als Hungergefühl oder Heisshunger, wer aber schon ein paar Nicht-Esstage hinter sich hat, der weiß, dass der Körper neutral ist, und es kein wirkliches Hungergefühl gibt. Es gibt nur Gedanken, die ein Hungergefühl vorgaukeln. Das ist einer der wichtigen Erkenntnisse bei 10in2. Sie merken, dass sie nie wirklich Hunger haben, sondern einfach nur Gedanken denken „Ich habe Hunger“ und sofort spüren sie die Wirkungen und das Hungergefühl kommt. Was in Wahrheit reine Illusion ist. Als kurze Überprüfung für sie: wann essen sie mehr? Wenn sie glücklich sind und es ihnen gut geht, oder wenn sie unglücklich sind und es ihnen schlecht geht? Natürlich gibt es auch Ausprägungsformen, wo man im Unglücklichsein gar nichts mehr isst, aber das dürfte nicht ihr Problem sein, weil sonst wären sie nicht auf 10in2 oder Abnehmen gekommen.

2. Frage: Ich habe bereits abgenommen, aber jetzt tut sich seit Wochen gar nichts?

Im Gegensatz zur vorigen Frage ist das ein natürlicher Zustand und kommt bei jedem 10in2 Faster vor. Der Körper baut Gewicht ab und stabilisiert sich. Meist geht es am Anfang gleich mal recht rasch und dann kommt das 1. Plateau. Hier in dieser Phase bildet der Körper Strukturen für ein neues Standardgewicht. Das heißt der Körper pendelt oder nivelliert sich neu ein. Der Körper weiß ja nicht, was sie weiter vorhaben. Ob sie wieder zu- oder abnehmen wollen. In dieser Phase schaut es so aus, als ob nichts weitergeht und ein absoluter Stillstand herrscht, in Wirklichkeit leitet er bereits die nächste Gewichtsabbauphase ein.

Auf einmal wie von selbst, wird dann wieder Gewicht freigegeben. Im Schnitt dauern die Plateauphasen ca. 1-2 Wochen. Dauern diese Phasen länger, dann können sie ihren Blick nach oben richten zur Frage Nummer 1. Irgendein Thema haben sie nicht losgelassen bzw. berichtigt. Nicht umsonst haben sie sich dieses Gewicht zugelegt. Diese zugelegten Fettpolster sind eine Art Symbol für Schutz vor Verletzungen, obwohl gerade diese Fettschicht die Verletzung für sie im Geiste wirklich macht und im Körper ausagiert (versteckt). Wenn sie diese Verletzung berichtigen, dann können sie sicher sein, dass innerhalb von kürzester Zeit das Plateau ein Ende hat und wieder die Gewichtsabbauphase folgt. Im Grunde bedeutet das Wort „Berichtigen“, dass sie aus dem Opferstatus rausgehen, wegen der sie eigentlich begonnen haben, aus Frust, Verletzung bzw. Enttäuschung zuviel zu essen.

Viele wollen dieses Thema nicht anpacken und für diejenigen ist dann auch das Ende des Abnehmens gekommen. Man kann dann die saubersten Nicht-Esstage durchführen und am Esstag nur vegan oder vegetarisch mit null Fett essen, es wird sich nichts bewegen. Weil es kein körperliches Problem ist, sondern ein geistiges. Und mit dem Körper (Sport, Essen, Entspannung usw.) ist man da auf dem Holzweg. Viele leiden unter diesem Thema, weil sie erkennen müssen, dass 10in2 nicht die Lösung für ein geistiges Problem sein kann. 10in2 ist maximal ein simples Hilfsmittel, mehr nicht. Eigentlich unnütz, wenn es dieses geistige Problem nicht gäbe, weil wer würde dann noch soviel essen wollen, wenn es kein unangenehmes Schuldgefühl gibt, das man mit Essen überspielen will. Viele sehr disziplinierte 10in2 Praktizierer müssen aus dem Grund feststellen, dass sie ihr Idealgewicht nicht erreichen können, auch wenn sie dann wie verzweifelt Doppel-Nichtesstage einlegen!

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3. Frage: Ich habe mit 10in2 aufgehört und habe jetzt mehr Gewicht als vor 10in2!

So geht es wahrscheinlich nicht wenigen. Die Erfinder von 10in2 haben, soviel ich weiß, nie damit aufgehört. Oder zumindest nur für kurze Zeit. Denn, wer damit aufhört und nichts verändert, der nimmt definitiv wieder zu. Siehe auch meinen Erfahrungsbericht nach 200 Tagen mit 10in2. Darin wird es gut sichtbar, weil ich so ziemlich alle Varianten darin ausprobiert habe und man sehen kann, welche Konsequenzen MO-MI-FR und andere Varianten bis zum totalen Aussetzen haben.

Doch wer will schon ein Leben lang nur jeden 2. Tag essen? Das Ziel haben viele, aber wenn man sich ansieht, was dahinter steckt, dann wird sehr schnell sichtbar, dass dieses Konzept 10in2 von vielen mit einer Herangehensweise angegangen wird, die zum Scheitern verurteilt ist.

Wie kann man an 10in2 falsch herangehen? Ganz einfach, in dem sie glauben, dass das Gewicht ihr wirkliches Problem ist. Wie bei Punkt 1 und 2 bereits erläutert ist es das nämlich nicht wirklich, auch wenn sie mir das jetzt noch immer nicht glauben können. Ihre 30 kg Übergewicht oder auch 50 kg sind nur die Wirkung eines ganz anderen Problems. Ich gebe ihnen ein Beispiel, damit es besser verständlich wird. Wenn sie das jetzt verstehen, dann wird für sie das Abnehmen, ihr Gewicht oder auch 10in2 überhaupt kein Problem mehr sein.

Beispiel: Sie halten einen Vortrag und verwenden einen Overhead-Projektor und projizieren das Bild auf eine weiße Wand. Sie bemerken, dass das projizierte Bild auf der Wand einen Rechtschreibfehler aufweist und gehen nach vor und wollen den Rechtschreibfehler auf der Wand ausradieren. Nur wie sie sich vorstellen können, macht das wenig Sinn. Sie können die Wand komplett neu ausmalen lassen und mit Tippex überkleben, es wird nicht viel helfen. Weil das Problem nicht die Wand ist, sondern die Folie auf dem Overhead-Projektor.

Ich glaube, sie ahnen jetzt bereits auf was ich hinaus will. Übergewichtige Menschen, die abnehmen wollen, versuchen ein Leben lang ihren Körper (also die weiße Wand) zu bearbeiten, anstatt zu bemerken, dass das überhaupt keinen Sinn macht, weil sobald auch ein paar Kilo abgehungert sind, wird ihr Geist (also die Folie des Overhead Projektor) wieder Gedanken projizieren, die Essen auslösen. Es ist eine Sissiphus-Arbeit. Dafür ist die Diät Industrie, die beste die es gibt. Einmal Kunde, immer Kunde. Alle Diätformen arbeiten mit der weissen Wand, wo es zu 100% NIE gelöst werden kann. Darauf baut aber auch die Diätindustrie, weil die geben sich ja alle Kunden der Reihe nach in die Hand.

Wenn sie das jetzt durchschaut haben, was ich hier angeführt habe, dann sieht ihre Herangehensweise jetzt folgendermassen aus:

Sie starten 10in2 und wollen Erfahrungen sammeln und lernen zu unterscheiden, wann ist es ein wirkliches Hungergefühl und wann nicht. Nach den ersten paar Nichtesstagen ist ihnen das bewusst. Gleichzeitig beginnen sie sehr sensibel darauf zu achten, wann an den Nichtesstagen ein besonders starkes Verlangen (Gedanken) nach Essen auftaucht. Das sind die Schlüsselmomente. Denn in diesen Momenten haben sie in der Vergangenheit immer das Essen als Verdrängung dieses Gefühls benützt. Jetzt halten sie inne und achten darauf, welche Gedanken ihnen jetzt durch den Kopf gehen (Langeweile, Ärger, Müdigkeit usw.) Das sind alles Angstgedanken und die beginnen sie jetzt zu berichtigen mit dem Satz: dieses Hungergefühl bedeutet nichts, diese Langeweile bedeutet nichts, dieser Ärger bedeutet nichts und sie bemerken in ein paar Sekunden verschwindet das Hungergefühl bzw. das unangenehme Gefühl, welches sich als Hungergefühl getarnt hat. Sie werden feststellen, dass sie Nichtesstage sehr einfach durchziehen und manche schmeissen sie hin, weil sie um 21 Uhr sich von ihren Gedanken überwältigen lassen. Aber, das ist alles kein Problem. Es gibt immer einen nächsten Tag, weil es ihnen nur ums Lernen geht!

Durch diese Vorgangsweise lernen sie mit sich umzugehen und Verantwortung zu übernehmen. Sie bemerken auch, dass die Nichtesstage irrsinnig einfach sind, weil sie ihnen zum Lernen dienen.

Dadurch, dass sie den Fokus weg vom Abnehmen und hin zum Lernen und zum Lösen ihrer Muster und Blockaden richten, kann der Körper perfekt funktionieren. Das Essen an den Nichtesstagen und Esstagen bekommt dadurch nicht diese Riesenbedeutung, die es für die meisten hat, die eine andere Herangehensweise gewählt haben.

Sie können sich ja davon ein Bild machen, wenn sie auf der Facebook-Seite von 10in2 die Kommentare und Posts lesen. Da geht es hauptsächlich darum, wann endlich der Nichtesstag vorbei ist (Jammerei, Quälerei, Aufopferung weil man ja auf so viel verzichten muss) und an den Esstagen wird gejammert, dass man gar keinen wirklichen Hunger hat und morgen aber wieder nichts essen darf. Diese Aufopferung für das Wunschgewicht erzeugt soviel Angst (beim 1. Plateau-Stillstand etwas falsch gemacht zu haben), Druck (andere nehmen schneller ab) und Schuldgefühl (wenn ein Nuller nicht durchgehalten wird), dass auch wenn das Wunschgewicht wirklich erreicht wird, so eine enorme Angst vorherrscht wieder zuzunehmen, dass genau das passiert.

Wählen sie den liebevollen Weg, er wird ihnen das Abnehmen wesentlich erleichtern und sie werden ihr Gewicht ohne Probleme im Idealbereich halten. Ich persönlich mache pro Jahr ca. 100-125 Nicht-Esstage, obwohl ich es nicht wirklich notwendig hätte, weil aber das Gefühl am Nicht-Esstag einfach unbeschreiblich ist. Der Geist ist so klar und fokussiert. Und wenn man es, so wie oben beschrieben aus einem freiwilligen und freudigen Zustand heraus durchführt, dann spürt man diesen Zwang des Abnehmen-Müssens nicht, weil es ihn ohnehin nicht gibt.

Das wars fürs erste. Ich werde noch ein paar weitere Fragen hier ergänzen, sobald ich wieder Zeit und Lust dazu habe. Viel Erfolg und viel Spaß!

 

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