Erfahrungsbericht nach 3 Jahren Ein Kurs in Wundern

On 30. Dezember 2017 by Admin

Dieser „Erfahrungsbericht nach 3 Jahren mit Ein Kurs in Wundern“ soll dazu dienen, dir zu helfen Zeit einzusparen, in dem du Fehler, wie ich sie in den ersten 3 Jahren gemacht habe nicht machst und dadurch in deinem Lernen schneller voranschreitest. Da das Lernen weitergeht, ist es eine Momentaufnahme und ein Lebenszeichen von jemanden, der wie viele andere seine Funktion zu vergeben jeden Tag aufs Neue erfüllt, weil es das einzige ist, warum ich hier bin. Viel Erfolg und viel Freude beim Lesen meines Erfahrungsberichts über mein 3. Jahr!

Mein vergangenes Lernen

Alles was ich vor 2015 gelernt habe, kann ich jetzt nicht mehr verwenden, soll es nicht und will es auch nicht. Es war alles falsch. Alles! Der Kurs ist ein Beginn. Im ersten, zweiten und teils auch im dritten Kursjahr vermischte ich altes und neues Lernen und daher waren die Ergebnisse der Berichtigung sehr bescheiden. Ich nahm den Kurs nicht wortwörtlich und war schlampig bei der Umsetzung der Vorgaben, Einleitungen und Erklärungen zu den Übungen und Lektionen. Mein Vertrauen war ganz offen gesagt unterentwickelt.

Und wie bei so vielen anderen Dingen vorher, dachte ich mir: „das wird schon passen.“ Nein, tat es nicht. So kann ich nicht kommunizieren mit mir. Geben und Empfangen sind in Wahrheit eins. Und ich habe diese launische „das wird schon passen“-Einstellung auch als Ergebnisse empfangen. Darum bin ich im 3. Jahr noch genauer, noch langsamer, noch geduldiger, noch präsenter und noch umfangreicher in meinem Lehren und Lernen vorgegangen.

Die Entwicklung meines Vertrauens

Auch wenn ich in den ersten beiden Jahren sehr häufig gesagt habe, dass ich volles Vertrauen in den Kurs habe und das es das Einzige ist, was ich lernen möchte. Es stimmte nicht. Warum stimmte es nicht? Das, wie ich den Körper benützte und für was ich den Körper benützte, zeigte sehr klar, dass ich noch immer eine beträchtliche Investition in den Körper hatte und damit in die Trennung und das Ego-Denksystem.

Woran habe ich das genau bemerkt? Wenn ich mir für etwas vergab oder die Berichtigung durchgeführt hatte, kam es doch öfters vor, dass der Körperimpuls obsiegte und ich mir eben nicht, durch die Vergebung sagen ließ, was ich jetzt tun, denken oder sagen soll. Und ich dann natürlich mein Versagen zu vergeben mit allerhand Dingen rechtfertigte. Tief in mir musste ich noch einen versteckten Wert in etwas gehabt haben, weil sonst hätte mich die Berichtigung von dem Körperimpuls (Lieblingsrestaurant, Kopfschmerz, Fußballschauen usw.) befreit.

Jedoch je mehr ich die Vergebung in allen unterschiedlichen Bereichen ausdehnte, desto geringer wurde der Bedarf an externen Freuden. Die vorher noch meine einzigen Freuden waren. Wie etwa:

  • Freude aufs Wochenende mit Freunden
  • Freude auf Urlaub
  • Freude auf Weihnachten
  • Freude auf Massage
  • Freude auf Lieblingsessen
  • Freude auf Kinofilm
  • Freude auf den Stadionbesuch eines Fußballspiels usw.

Und durch die Ausdehnung der Vergebung auf alle meine Freuden und alle meine Leiden, wurde mir sehr schnell bewusst, dass es keinen Unterschied zwischen meinen Freuden und meinen Leiden gab. Meine Freuden waren meine Leiden. Denn traten diese Freuden nicht so ein, wie ich sie mir vorgestellt hatte, dann wurden sie zu massivem Leid und alles hängte davon ab, sie unbedingt konsumieren zu können. D.h. ich controllte sie, damit ich ja ganz sicher in den Genuss dieser Freuden kam und das war wirklich ein grausamer Akt. Sich darum auch noch Sorgen machen zu müssen.

Ich würde hier jetzt gerne schreiben, dass ich das bereits alles hinter mir habe und alles erkannt habe, allerdings bin ich erst am Beginn immer wie mehr als Freude getarntes Leid durch die Vergebung sichtbar zu machen und mich davon zu befreien. War das anfangs ziemlich ernüchternd, bin ich jetzt sehr dankbar über alles was ich berichtigen kann und darf.

Die Stille wird zum Freund

In der 2. Hälfte des 3. Jahres bin ich sehr still geworden. Alle Geräusche, Gespräche, Anblicke, Gerüche, Berührungen und Begegnungen wurden auf einmal zu aufdringlich, zu wild, zu aufgeladen, zuviel. Ich habe mich sehr zurück gezogen und habe begonnen Gespräche und Begegnungen zu vermeiden. Ich verbrachte Tage und Wochen nur mit dem Lauschen meines Geistes und dem Berichtigen meiner Gedanken.

Ich sagte zahlreiche Seminare, Coachings und private Treffen einfach ab. Manche akzeptierten es, manche nicht. Auch wenn es mir nicht ganz leicht viel, langjährigen Kunden, Freunden und Verwandten zu sagen, dass ich nicht mehr zur Verfügung stehe. Die Zeit ging vorüber. Wochen später vollzog ich dann das, was sich eigentlich schon seit Monaten anbahnte. Ich kündigte allen meinen Kunden und nahm keine Coachings mehr an.

Es war der Zeitpunkt gekommen, nichts mehr zu vermischen. Und wirklich den Beginn, Beginn sein zu lassen. Und mittlerweile war der Übertragungswert und die Resultate, die ich durch die Vergebung erzielte so überzeugend, dass sich das Vertrauen ganz automatisch entwickelte. Die Kluft zwischen Urteilen und Vergeben war so eklatant gut sichtbar, dass ich wirklich begann meinen Ausweg darin zu sehen.

Dies war dann auch der Zeitpunkt, wo sich meine letzten Freundschaften, die vor dem Kurs geschlossen wurden, pulverisierten. In den meisten Fällen war ich einfach überfordert, weil ich nicht wusste, warum ich mich mit irgendjemand überhaupt treffen sollte. Und wenn es dann zu einem zufälligen Treffen kam, ich wusste nicht was ich sagen sollte. Müsste ein Fremder, der mich beobachtet diese Situation beschreiben, dann könnte er denken, dass ich irgendein Problem habe. Und damit hätte er vollkommen recht. Ich habe ein Problem, mit jemand etwas zu besprechen, was ihm schadet und daher halte ich es für wirklich „liebevoll“ ihn davor zu bewahren, auch wenn es derjenige noch nicht versteht.

In so einem Fall hilft mir die Entwicklung meines Vertrauens. Nämlich, dass ich meinem Bruder vertraue, dass er es später verstehen wird und ich mich davon nicht abhalten lasse, es zu lehren und zu lernen. Nur weil er noch an Krankheit, Leid und Tod glaubt.

Kurz bevor ich diesen Erfahrungsbericht geschrieben habe, verbrachte ich 3 Wochen allein in Thailand und habe diese Zeit dort in vollkommener Stille verbracht. Es ist natürlich nicht notwendig dazu irgendwo hinzufliegen, allerdings ist es für mich einfach sehr hilfreich, den ganzen Tag über nur im Geist die Gedanken zu berichtigen. Ohne darauf achten zu müssen, dass man von irgendjemand angequatscht wird. Ich habe mich dazu entschieden, nur mehr meine Funktion auszuführen und ich will meinen Geist und meinen Körper nur mehr dafür verwenden.

Der Körper als Mittel zur Heilung des Geistes

Wer hätte sich das gedacht, dass der Körper dazu eingesetzt werden kann, um die Heilung des Geistes voranzutreiben, anstatt die Trennung weiter aufrecht zu erhalten. Das Streben des Körpers umzuleiten, ist ein wesentlicher Punkt. Dazu kann ich nur betonen, um was uns Jesus im Kurs bittet, nämlich ihm unseren Körper und unser EGO-Denksystem kontrollieren zu lassen und das ist wahrlich ein Geschenk, dass ich im 3. Jahr zu schätzen gelernt habe.

Der Gedanke: „Jesus, bitte kontrolliere du den Körper und das EGO. Ich will zurücktreten und dir die Führung überlassen.“ ist zu einem wesentlichen Gedanken von mir geworden. Nur durch das Denken und sagen dieses Gedankens, bin ich überhaupt in der Lage, mich aus der Identifikation mit dem Körper und dem EGO zu lösen. Wenn ich das nicht tue, dann muss ich mich um alle Körpergedanken und EGO-Fragen kümmern. Was einfach wahnsinnig ist. Mein einziger Job besteht darin, Jesus das machen zu lassen und ich muss meine Angstgedanken kontrollieren, die natürlich auftreten, weil ich damit nicht familär bin, meinen Körper und mein EGO von jemanden anderen kontrollieren zu lassen.

Den Körper und das EGO von Jesus kontrollieren zu lassen, kann und wird zu Veränderungen führen, die man selbst nicht gemacht hätte. Ich nenne unterhalb einige Beispiele, die bei mir konkret stattgefunden haben:

Das Bedürfnis Sport zu betreiben löste sich auf

  • Es gehörte zu meinem Selbstkonzept sportlich zu sein und jeden Tag zu trainieren. Was ich auch die letzten 15 Jahre lang tat. Ich war ja schließlich ein Athlet. Von dem ist jetzt 1 Jahr später nicht mehr viel übrig geblieben. Außer ein mit Fettpolstern überzogener Oberkörper, der ca. 10 kg zugenommen hat. Ich habe im gesamten letzten Jahr ein paar Mal Sport gemacht. Daher kann ich mich nur noch an eine Sport-Episode in Chicago letzten April erinnern. Da ich damals schon seit mehreren Monaten keinen Sport mehr gemacht hatte, nahm ich auch auf Reisen überhaupt keine Sportsachen mehr mit. Ich war für 2 Wochen in Chicago und eines Morgens überfiel mich der Gedanke „Joggen gehen“ zu wollen. Was ich dann auch tat. Mit einem Anzughemd, Jeanshose und Anzugschuhen. Ich ging doch tatsächlich damit für ca. 45 Minuten, mehr schaffte ich nicht, zum Michigan-Lake runter laufen. Nach dieser Episode wieder monatelang überhaupt keine Initative. Welche Freiheit ich allerdings bei diesem spontanen Lauf in Chicago verspürte, kann ich bis heute nicht erklären.

Das Bedürfnis mich gesund zu ernähren löste sich auf

  • Meine Ernährung war stets sehr gesundheitsbewusst, viel Obst und vegetarisch-dominiert. Und 50-100 Fastentage gehörten pro Jahr dazu. Ich habe im letzten Jahr ein paar zufällig zustande gekommenen Fastentage gemacht und habe sehr viel fettes Zeug und Fast-food gegessen. Und jeden Tag Schokolade und Süssigkeiten. Ich aß kaum Obst und begann Speisen zu essen und Getränke zu trinken, die ich nie wirklich mochte, oder mir aus gesundheitlichen Gründen verboten habe.

Das Bedürfnis Single zu sein löste sich auf

  • Ich war die letzten Jahre ohne feste Partnerin und hatte ehrlich gesagt, wenn ich mich so umsah, kein wirkliches Bedürfnis nach einer festen Partnerschaft. Ich liebte meine Unabhängigkeit und die Ruhe als Single. Aber, wie aus dem Nichts, kam eine Frau und sie verliebte sich in mich. Ich weiß, dass was ich jetzt hier schreibe hört sich nicht sehr romantisch an, aber es ist die Wahrheit. Ich hätte mir diese Frau nie im Leben selbst ausgesucht. Aber, ich habe mich darauf eingelassen. Und mit dieser Frau konnte ich vieles an Ängsten in mir finden und berichtigen. Es war nicht die Frau, die ich mir gewünscht hatte, sondern es war die Frau, die ich wirklich wollte ohne es vorher zu wissen.

Das Bedürfnis gut auszusehen löste sich auf

  • Ich hatte bisher noch nie einen Vollbart oder lange Haare, weil es einfach unpraktisch war und überhaupt nicht zu mir passte. Der Vollbart ist bereits da und die Haare wachsen auch. Ganz ehrlich gesagt, es ist wirklich eine Überwindung, weil ich früher mit solchen Typen überhaupt nichts zu tun haben wollte, die so aussahen, wie ich jetzt aussehe. An dem Sträuben merke ich, wie wichtig diese Lektion für mich ist. Es war im letzten Jahr die Glatzen-Rasur bereits ein Schritt in diese Richtung.

Das Bedürfnis schick und erfolgreich gekleidet zu sein löste sich auf

  • Ich trug sehr gerne Slim-Fit Anzüge, coole Hemden und noble Markenkleidung, samt italienischen Markenschuhen. Das hat sich seit dem Kurs und speziell im letzten Jahr ein wenig verändert. Ich trage No-name Jeans und billige kurzärmelige T-shirts. Ich spendete die meisten neuwertigen Anzüge, Mäntel, Hemden, Markenkleidung, Schuhe, Schals usw. der Altkleidersammlung. Als ich meinen halben Kleiderschrank dort vorbeibrachte, dachte die Dame am Schalter, dass da jemand gestorben sein muss.

Das Bedürfnis am meisten für sein Geld zu bekommen löste sich auf

  • Ich war ein Deal-Maker. Ich versuchte immer am meisten zu bekommen für mein Geld. Und kaufte hauptsächlich Angebote, stark reduzierte Angebote. Das ging soweit, dass ich es vermied fürs Toilette benützen Geld auszugeben. Deutschland Reisen machten mich wahnsinnig, weil die dort sogar in Restaurants fürs Toilette benützen Geld verlangt wird. Diese Haltung veränderte sich bereits am Ende des 2. Kursjahres und fand ihre Ausdehnung im letzten Jahr. Dazu fällt mir ein Beispiel von vor 1 Monat ein. Ich musste mein ziemlich neues Auto in die Werkstatt stellen und seit jeher waren mir Werkstätten Besuche sehr unangenehm, weil sie stets sauteuer waren. Diesmal durfte ich eine besondere Lektion lernen. Ich hatte einen Getriebeschaden und die Kosten beliefen sich auf 1788 Euro. Anstatt im Groll zu sein, bestand ich darauf das Geld in bar zu bezahlen und brachte dem Werkstättenbesitzer das Geld bar vorbei. Ich gab ihm das Geld mit so einer Dankbarkeit und Freude ihm das Geld geben zu können, dass ich jedes Mal wenn ich daran denke einfach nur glücklich bin. Ich freute mich für den Werkstättenleiter, dass er gutes Geld verdient hat mit mir und sein Gesicht war einfach nur Freude. Ich habe solche Dinge auf Kleidungskauf, Toilettenbesuche, Trinkgelder usw. ausgedehnt und ich kann nur sagen: Ich will es nicht mehr anders haben. Es macht einfach nur glücklich. Ich will einfach nur mehr mit Freude geben und nicht mehr mit Groll, Neid oder Widerwillen.

Hilfreiches und weniger Hilfreiches

Wie du vielleicht bemerkt hast, gibt es auf Youtube und auf diversen Webseiten viele, die über „Ein Kurs in Wundern“ reden oder ihn sogar öffentlich lehren. Da ich selbst aus dem Bereich Seminarleitung, Coaching und Keynote-Speaking komme, ist es für viele sehr hip geworden, den Kurs als Referenz im Lebenslauf stehen zu haben. Ich kann dir nur aus persönlicher Erfahrung sagen, dass es sehr wenige gibt, die wirklich nur den Kurs lehren.

Ich habe auch versucht in den ersten 2 Jahren, dass ich das irgendwie unterbringe in meine berufliche Selbstständigkeit. Sozusagen, meine Seminare und Vorlesungen mit Kursinhalten anzureichern. Spätestens jetzt musste ich mir eingestehen, dass hier kein Kompromiss möglich ist. Entweder ich lehre den Kurs, oder ich lehre ihn nicht. Es gibt kein 80/20 oder 60/40 und nicht einmal 99,99/0,01. Ich kann keine 2 Welten sehen, entweder bin ich im EGO-Denksystem oder ich lehre den Heiligen Geist. Es ist genau wie es der Kurs beschreibt, zu versuchen die Wahrheit in die Illusion zu bringen und dazu braucht es den Kurs nicht. Das tut hier ohnehin jeder. Daher war es in meinem Fall notwendig, meinen Beruf mit Ende des Jahres aufzugeben. Ich wählte einfach für mich den Zeitpunkt, weil ich keinen „Delay“ mehr machen möchte.

Viele, die den Kurs öffentlich lehren, haben diese Entscheidung anscheinend noch nicht getroffen und das kann man auch sehr gut sehen und hören, wenn man vergebend auf diese Youtube-Videos und Webseiten schaut. Ich möchte dir einfach nur empfehlen, halte dich wirklich ausschließlich an das Original den Kurs und nicht an irgendwelche anderen Bücher, oder Kurslehrer. Wir sind hier alle Schüler und Lehrer, und im Kurs ist es wirklich so beschrieben und erklärt, dass es jeder verstehen kann, der der Sprache mächtig ist. Mehr bedarf es nicht. Ich habe in meinem ersten Erfahrungsbericht nach 1 Jahr Ein Kurs in Wundern eine Webseite genannt und damit auch einen Kurslehrer, der für mich sehr hilfreich war und ist. Ein Kurslehrer kann hilfreich sein, jedoch dein eigenes Lehren und Lernen nicht ersetzen.

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Erfahrungsbericht nach 2 Jahren Ein Kurs in Wundern

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