Erfahrungsbericht Liebeskummer und Beziehungsprobleme

On 10. Juli 2016 by Admin

Da sie sich für diesen Erfahrungsbericht über „Liebeskummer und Beziehungsprobleme“ interessieren, nehme ich an, dass sie gerade eine Liebesbeziehung hinter sich haben, oder vielleicht sogar noch mittendrin sind. Eines steht jedoch höchstwahrscheinlich fest, dass sie dabei nicht wirklich glücklich waren oder sind, sonst würden sie diesen Erfahrungsbericht nicht lesen. Unabhängig davon, ob sie derjenige oder die diejenige waren, die den anderen verlassen hat, oder selbst verlassen wurden, das was sie jetzt zu lesen bekommen, soll ihnen dabei helfen, bei ihrer zukünftigen Beziehung andere Entscheidungen zu treffen.

Was ist es, dass so weh tut?

Sobald der Partner oder die Partnerin wirklich körperlich weg sind, egal wie der Abgang war (Trennung, Tod, Gefängnis, Krankheit usw.) entsteht eine Art von Entzug (ähnlich wie bei Drogen), für den man die Basis bereits im Vorfeld der Beziehung gelegt hat. Das Scheitern ihrer Beziehung wird eigentlich schon beim Erstkontakt mit ihrem Partner festgelegt. Den bereits in den ersten Momenten wird der Deal festgelegt. Was bedeutet Deal? Der Deal ist das, was mir an dir gefällt und was dir an mir gefällt. Denn was mir an dir gefällt, will ich unbedingt haben. Quasi, der Grund warum gerade du für mich so etwas besonderes bist und ich jetzt gerade nur dich will. Ein kurzes Beispiel:

Ich lerne ein hübsches Mädel kennen. Mir gefällt die Schönheit dieser Frau. Ich will mit ihr Sex haben, ich will mich mit ihr bei meinen Freunden zeigen, ich will dieses Prachtexemplar meiner Familie vorstellen. Ich genieße meine Statuserhöhung. (Exkurs: Was natürlich alles reine Illusion ist, aber ich möchte ihnen nur einen klaren Blick darauf ermöglichen, was ihr EGO-Denksystem für einen Zirkus mit ihnen veranstaltet.)

Umgekehrt geht es ihr (der Frau) natürlich völlig gleich. Sie projiziert etwas auf mich, was sie glaubt, dass sie durch mich gedeckt bekommt. Und, das ist dabei das Entscheidende: Sie muss unbewusst annehmen, dass sie von dem selbst zu wenig hat. Bei einer Frau sind das häufig folgende Projektionen auf den Mann: Er hat Geld, er kann mir Sicherheit geben, er kann mir Selbstbewusstsein geben, durch ihn fühle ich mich nicht so schwach und allein, er kann mich beschützen, er kann potenzielle Kinder mit mir zeugen und eine Familie erhalten usw. (Genauso wie oben beim Mann ist alles nur reine Illusion und hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun, allerdings ist es im Moment des Verliebens so wirklich für die Frau und für den Mann das beide drauf reinfallen und es wie wirklich erleben.)

Warum die Beziehung scheitern musste!

Vielleicht geht es ihnen auch so wie vielen anderen, dass sie immer wieder in Beziehungen scheitern. Die Ursache habe ich ihnen gerade oberhalb erklärt. Wahrscheinlich sollte ich noch etwas konkreter werden, damit sie es besser auf ihre derzeitige Situation anwenden können.

Der Grund warum man Liebeskummer hat: Man hat nicht wirklich geliebt! Sie werden sich jetzt sagen, dass das ja überhaupt nicht stimmt und wie man sowas behaupten kann. Wenn sie jetzt mal ganz ehrlich zu sich selbst sind. Haben sie ihn oder sie wirklich geliebt? Liebeskummer tritt auf, wenn man nicht wirklich liebt, sondern Liebe vom anderen haben will. Und der Umstand, dass man vom anderen was haben will, macht einen schwach und angreifbar. Er/Sie hat was, was man selbst nicht hat. Das ist die Rolle Opfers. Und Opfer leiden. Immer!

Sie wollten vom anderen etwas haben (Schönheit, Sex, Sicherheit, Ansehen, Bestätigung, Anerkennung, Beileid, Essen-Kochen, Wäsche machen, Miete teilen, Geld, Urlaube, gemeinsam Zeit-Totschlagen uvm.) und die starken EGO Typen möglichst wenig dafür geben. Die ein wenig großzügigeren EGOS wollten ein bisschen mehr geben und die Aufopferungs EGOS wollten immer mehr geben als der andere, aber dennoch alles mit Hintergedanken, weil wir ja von EGOS sprechen. Die Rechnung sollte trotzdem immer zu ihren Gunsten passen, weil warum sollten sie sonst mit dem anderen in einer Beziehung sein, nicht wahr? Ich weiß, dass tut jetzt weh, wenn jemand so ehrlich auf dieses Thema draufschaut, aber da müssen sie jetzt durch. Und das Unerfreuliche dabei ist, dass ihr Partner oder ihre Partnerin genauso gedacht hat, es aber niemals zugeben würde. (Die Des-Illusionierung erleben sie bei ihrer Scheidungsverhandlung – das ist schon eher die Wahrheit, wie sie wirklich über sie gedacht hat. Sie kennen bestimmt jemanden aus ihrem Umfeld, der ihnen das bestätigen kann!) Ihr zwei seid in einem geheimen, verdeckten Konkurrenzkampf gestanden. Jeder wollte möglichst seine Bedürfnisse vom anderen abgedeckt bekommen.

Die ständigen Streitgespräche zwischen ihnen und ihrem Partner/Partnerin waren immer fort Machtkämpfe, wer mit seinem Traum recht hat. Es ist peinlich, kleinkariert und erniedrigend, wenn man ehrlich zu sich selbst ist und im Nachhinein auf diese Machtkämpfe zweier EGO Persönlichkeiten draufschaut, die sich selbst als Liebespärchen in der Öffentlichkeit präsentierten. Wie heißt es so schön: Die Beziehungen und Ehen, die nach außen hin vorbildlich erscheinen, haben nicht selten den meisten Dreck versteckt.

Wenn es verletzt, ist es keine Liebe!

Ich bringe es jetzt ganz kurz und klar auf den Punkt: Wer etwas vom anderen haben will, der liebt nicht. Liebe ist frei. Sie will nichts. Sie will auch niemanden verändern. Sie hat alles. Niemand der liebt und damit alles hat, will und braucht etwas vom anderen. Liebe will, das der andere genau das tut, was er tut. Mit ihrer Farce von Liebe, die vom ersten Kennenlernen immer etwas vom anderen gebraucht oder gewollt hat, haben sie sich ihr eigenes Grab geschaufelt. Nämlich, dass was sie am meisten wertschätzen, das wird sie am meisten verletzen. Ganz ehrlich: Wenn sie jetzt Liebeskummer spüren, dann wissen wovon ich rede und wie echt sich so eine Verletzung anfühlen kann. Das, was sie am meisten gewertschätzt/geliebt haben ( Mann/Frau) ist jetzt weg und jetzt haben sie ein Riesenproblem. Wer deckt jetzt ihre Bedürfnisse ab? Fehlt sie ihnen, oder nur das Bedürfnis, das sie abgedeckt hat. Jetzt müssen sie sehr ehrlich zu sich selbst sein, aber das ist dann schon der richtige Weg zu ihrer Heilung.

Merken sie schon etwas? Den Liebeskummer haben sie selbst mit verursacht, in dem sie ihre Frau/Mann mit einer Bedeutung ausgestattet haben, die sie/er niemals haben kann und haben sich dadurch abhängig gemacht (Sex, Sicherheit, Geld, Haus, Anerkennung, Kochen, Wäsche machen usw.). Sie haben ihre Würde geopfert und haben sich selbst zum Süchtigen gemacht. Wie ist das passiert? Sie haben geglaubt, als sie das Gegenüber kennengelernt haben, dass nur diese Person das hat, was sie brauchen und haben sich dadurch zum Opfer (jemand, dem etwas fehlt, der ständig etwas braucht) gemacht. Das ist eine brutale Form der Selbstverleugnung. Ehrlich betrachtet war ihre Beziehung oder Ehe eine Farce, stimmts? Warum? Weil sie die ganze Zeit Angst gehabt haben, ihren Lieferanten (Sicherheit, Sex, Anerkennung usw.) zu verlieren.

Ich habe aber nur gegeben und trotzdem ging es schief!

Diese Behauptung höre ich in den Coachings sehr sehr häufig, vor allem von Frauen. Diese Aussage ist eine ziemlich raffinierte Art und Weise der Manipulation des anderen. Derjenige oder diejenige, die sich quasi aufopfert und immer alles tut, braucht und will trotzdem etwas. Und zwar sie/er macht es auf eine subtilere Art und Weise. Sie will durch ihre Aufopferung (indem sie alles macht) Machtgewinn durch Abhängigkeit und Kontrolle erreichen. Es ist deshalb so pervers, weil es ein unehrliches GEBEN ist. Das Geben geschieht mit einem Hintergedanken. Solche Menschen sind prädestiniert für Burnout, Depressionen, Erschöpfung durch Perfektionismus und aller Art chronischer Krankheiten. Ich helfe ihnen jetzt dabei, dass sie sich selbst auf die Schliche kommen. Sie müssen jetzt aber sehr ehrlich zu sich selbst sein.

Wenn sie immer in der Beziehung gegeben haben und jetzt verärgert sind, weil es trotzdem zu Ende gegangen ist. Mit welchen Hintergedanken haben sie das alles getan. Decken sie diese für sich selbst auf, damit sie in ihrer nächsten Beziehung nicht wieder dieselben Muster ausagieren. Und vor allem GEBEN sie nur dann, wenn sie ehrlich geben und wenn sie nicht GEBEN wollen, dann tun sie es nicht. Es ist Selbstverleugnung und sie fallen in die gleiche Falle wie Menschen, die nicht NEIN-SAGEN können. Dieses falsche Spiel macht sie krank.

Wie heilt mein Liebeskummer?

Mit Ehrlichkeit und dem Übernehmen der Verantwortung. Sie müssen die Entscheidung treffen, dass sie nicht mehr das Opfer sein wollen. Und Liebeskummer ist der Beweis, dass sie sich noch immer als Opfer sehen. Wie kommt man aus dem Opferstatus raus? In dem sie ehrlich auf alle verletzenden Vorfälle in der Beziehung draufschauen und dabei mit sich selbst Frieden schließen und in jedem Vorfall ihren Anteil erkennen. Für alles was sie ihn/sie beschuldigen, müssen sie die Verantwortung übernehmen. Je schneller sie für alles Mitverantwortung übernehmen und vergebend draufschauen, desto schneller lässt sie die Verletzung los. Heilung passiert im Geist durch die Veränderung ihrer Gedanken über das, was in der Beziehung zwischen ihnen beiden passiert ist. Wenn sie im Moment noch sehr im Hass auf ihn oder sie sind, dann spüren sie mal ganz ehrlich, wie es ihnen geht mit dem Hass. Der Hass trifft nur sie. Daher geben sie ihn besser auf. Das ist Heilung. Hier in dieser Welt geht es nicht ums Rechthaben, es geht darum, dass sie glücklich sind.

Allein, wenn sie diesen Artikel ohne zu urteilen lesen, dann hat die Heilung bereits durchs Lesen begonnen. Sie verstehen das nicht? In dem sie erkennen, dass ihnen den Liebeskummer niemand antut, sondern sie ihn von Anfang an, geplant und gehegt haben, beginnen sie zu selbst ehrlich zu werden. Das gute daran ist, dass alles was sie gemacht haben, auch wieder selbst aufgeben können. Sie könnten sich sagen: Ich brauche diesen Liebeskummer nicht mehr, weil wenn ich ehrlich bin, dann will ich mich nicht mehr selbst verletzen und ihn/sie als Grund dafür missbrauchen.

Als kleines Beispiel: Um es noch einfacher zu beschreiben, sie machen aus einem vollkommenen Wesen (sich selbst) ein unvollkommenes Wesen und behaupten, dass ein anderer Mensch etwas hat, was sie nicht haben und wollen es durch ihn abgedeckt bekommen. Das ist pervers! Das dieses System niemals funktionieren kann und wird, das sehen sie jeden Tag in den Zeitungen und in ihrer Umgebung durch die Anzahl von Scheidungen, Trennungen und Beziehungsproblemen.

Warum ist es wichtig, dass Liebeskummer heilt?

Wenn es nicht heilt, gehen sie mit den gleichen Mustern (Opferhaltung) in die nächste Beziehung. Sie werden dann versuchen, dass Problem auf ihre Art und Weise in den Griff zu bekommen und sie werden wieder scheitern. Sie werden kälter und abgestumpfter und sind noch mehr darauf aus, dass sie ja nicht wieder verletzt werden. Das sieht dann so aus: wenn sie beim letzten Mal verlassen worden sind, dann werden sie diesmal der sein, der den anderen verlässt und umgekehrt. Das dieses Verhalten in keinster Weise hilfreich ist, dass ist ihnen bewusst oder?

Man sieht ihnen schlechtweg diese Angst an. Angst zieht Angst an. Da ihr nächster Partner genau solche Erfahrungen macht wie sie, treffen dann zwei ängstliche Schwerverletzte aufeinander, von denen der eine mehr Angst hat als der andere. Er will eines um jeden Preis, ja nicht wieder verletzt zu werden. Und was passiert. Genau das, vor dem sich jeder gefürchtet hat. Und warum? Weil nur Menschen mit Angst verletzt werden und verletzen.

Abschließend ein paar kleine Beispiele aus meinen Coachings:

  • Wenn sie das Muster in sich haben, dass sie laufend von Menschen betrogen werden und sie heilen das nicht, dann werden sie immer wieder Menschen anziehen, die sie betrügen.
  • Wenn sie das Muster in sich haben, dass sie Menschen mit Suchtverhalten (Alkohol, Essen, Sauberkeit, Kontrolle, Eifersucht, Drogen, Zigaretten, Sex, Spielen) anziehen und sie das nicht heilen, dann werden sie immer wieder Menschen anziehen, die süchtig sind.
  • Wenn sie das Muster in sich haben, dass sie laufend von Menschen geschlagen und schlecht behandelt werden und sie heilen das nicht, dann werden sie immer wieder Menschen anziehen, die sie schlecht behandeln und schlagen.

Bei diesen Mustern müssen sie sich eines bewusst werden, dass was sie am anderen sehen, das sind sie.

Wenn sie ständig von jemand schlecht behandelt werden, dann schauen sie mal in ihren Geist, wenn sie schlecht behandeln. In der Arbeit, Freizeit, Freunden, Kinder, ihren Körper, sich selbst usw.

Wenn sie ständig Alkoholiker anziehen, dann schauen sie mal in ihren Geist, welchen Süchten sie nachhängen. Sie finden es bestimmt!

Falls sie mehr über dieses Thema wissen möchten, könnte der Erfahrungsbericht Single sein für sie hilfreich sein.

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