Erfahrungsbericht Burnout

On 11. Juli 2016 by Admin

Da sie sich für diesen Erfahrungsbericht über „Burnout Syndrom“ interessieren, nehme ich an, dass sie entweder selbst direkt von dieser Diagnose betroffen sind, oder jemand nahe stehenden kennen, der von einem Arzt diese Diagnose erhalten hat, oder sich selbst die Diagnose zugeschrieben hat. Unabhängig, ob sie selbst davon betroffen sind, oder nur jemanden kennen. Dieser Erfahrungsbericht wird sie wachrütteln und wenn sie das wollen, aus ihrer Depression und ihrem Burnout Syndrom führen, zumindest können sie nie wieder so über Burnout und Depression denken, wie sie darüber gedacht haben, bevor sie diesen Erfahrungsbericht gelesen haben. Ok, es geht los. Viel Spaß!

Burnout Syndrom ist die Ausrede am Leben nicht mehr teilnehmen zu wollen!

Burnout bedeutet ja im ursprünglichen Sinn ausgebrannt zu sein. Aber was kann jemand ausbrennen lassen? Die Arbeit und der Stress kann es nicht sein, weil sonst müsste jeder, der zu viel arbeitet Burnout haben. Bei den vielen Workaholics ist es nämlich genau umgekehrt, wenn man denen den Stress und die viele Arbeit wegnimmt, dann fallen sie in ein Boreout. Gleiche Krankheit nur andere Bezeichnung. Was soviel bedeutet, wie zu Tode gelangweilt sein. In Wirklichkeit unterscheiden sich beide Diagnosen kaum, obwohl es von aussen betrachtet völlig anders aussieht. Aber wenn man genauer hinsieht, dann erkennt man, dass beide Extreme (Burnout und Boreout) bei den Patienten die selbe Ursache haben, nämlich beide wollen am Leben nicht mehr teilnehmen. Der eine stopft seinen Tag so mit Tätigkeiten voll, dass er kaum Luft zu atmen hat, um ja nicht seine bedrohenden Gedanken wahrzunehmen. Wenn sie ihn zu Tode ängstigen wollen, dann sagen sie ihm, dass er jetzt 3 Tage nicht arbeiten darf und auch keine Termine hat. Und der andere zieht sich so in die Teilnahmslosigkeit (Isolation) zurück, dass er nur mehr im Bett liegt und die Gesellschaft, vor der er ja soviel Angst hat, meidet. Weil da draussen ja so viele böse Menschen herumlaufen, die es nicht gut mit ihm meinen. Er hat sich so mit Ängsten umgeben, dass er nur mehr Dunkelheit sieht. Überall Gefahren und Bedrohungen, nicht selten auch Verfolgungswahn.

Burnout zu haben heißt andere beschuldigen zu müssen

Wer Burnout hat, der muss irgendjemanden für seine Erkrankung beschuldigen. Burnout funktioniert nur, wenn man sich als absolutes Opfer sieht. Und Burnout Kandidaten sieht man das auf einen Blick an. Sie sind das absolute Referenzmodell für „Opferdasein“. Wie man das erkennen kann? Hören Sie Burnout Kandidaten einmal genauer zu! Es wird nur beschuldigt und gejammert. Alles und jeder ist schuld, nur der Burnout Kandidat nicht. Man hält es mit solchen Menschen kaum aus. Wenn sie im Dunstkreis eines Burnout Falles sind, dann wissen sie wovon ich rede. Sie kriegen die volle Ladung Beschuldigung, Wut, Aggressivität und Beleidigungen ab. Burnout Menschen sind grausam zu anderen und noch grausamer zu sich selbst. Warum beschuldigen Burnout Menschen die ganze Zeit andere? Weil sie es müssen, weil nur dadurch ihr Opferstatus aufrecht erhalten bleibt. Würde niemand mehr da sein, den sie beschuldigen können, dann würde ja der Täter fehlen und Opfer brauchen immer Täter. Falls sich dann wirklich alle Menschen von Burnout Kandidaten zurück gezogen haben, greifen sich Burnout Menschen selbst an. Mit Krankheiten.

Unter Burnout zu leiden heißt unehrlich zu sein

Warum? Weil Burnout Kandidaten andere Menschen missbrauchen. Wie missbrauchen? Sie schieben anderen Menschen die Täterschaft für etwas zu, was sich Burnout Kandidaten entweder selbst angetan haben, oder sie selbst sogar anderen angetan haben. Um Burnout Kandidat zu sein, muss man sein wahres Selbst verleugnen und das sind brutale Schmerzen. Es gibt kaum Krankheitssymptome, die ein Burnout Kandidat nicht kennt. Aber das weit schlimmere, was es mit sich bringt ist, dass auf Grund der Unehrlichkeit zu selbst und zu anderen eine enorme Angst gegenüber den Menschen entsteht, weil man die umgebenden Menschen ständig mit Gedanken, Worten und Handlungen angreift und verurteilt. Das führt dazu, dass Burnout Kandidaten so große Angst haben, dass sie sich nicht mal aus dem Bett heraus trauen und am liebsten sich im Zimmer verdunkelt einsperren. Sich selbst diese Krankheit zuzulegen, ist Grausamkeit an sich selbst und an seinen Mitmenschen.

Wie kommt man da wieder raus?

Das erfordert eine Entscheidung. Nämlich, endlich ehrlich zu sich selbst zu sein. Und mit den Spielchen aufzuhören, die man mit sich selbst und mit anderen treibt. Burnout Kandidaten sind reine Nehmer. Sie sind aber geschickt darin, dieses Nehmersein geschickt zu kaschieren. Es sieht nämlich so aus, als würden sie sehr großzügig sein, aber sie handeln immer mit Hintergedanken. Nämlich, welcher Nutzen springt dadurch für mich heraus, oder was bekomme ich vielleicht später dann dafür. Es ist kein ehrliches Geben, es sind Deals. Berechnende Deals und die zerstören sie selbst am meisten, weil sie ständig am Kalkulieren sind und immer gegenchecken müssen.

Im Unternehmen sind sie unterwürfig bei ihren Chefs und gaukeln übertriebenen, perfektionistischen Fleiß vor. In Wirklichkeit ist das aber alles geplante Absicht. Sie hassen ihren Chef, genauso wie ihren Vater. Sie heimschen nach der Anerkennung und Bestätigung des Vorgesetzten und opfern sich dabei auf. Sie brennen aus. Weil ihre Quelle, die sie treibt Angst (Gier, Neid, Eifersucht, Geltungsdrang, Status, Anerkennung, Bestätigung, Liebe, Geld, Besitz, Privilegien usw.) ist und nicht Freude. Sie sind ein Wrack und hecheln jedem Leckerli (Anerkennung) ihres Chefs nach. Der sie aber immer weniger anerkennt, weil sie sich selbst durch ihr Verhalten anbiedern und herabwürdigen. Ihnen fällt das gar nicht auf, aber ihre Kollegen wissen das alle. Sie haben ihre Würde verkauft.

Sie müssen alles anders machen!

Sie müssen zum Geber werden. Zum ehrlichen Geber. Wenn sie gerade mittendrin im Burnout sind und zu Hause im verdunkelten Zimmer liegen, dann stehen sie jetzt auf und helfen ihrer Frau in der Küche. Ich meine das im Ernst. Sie müssen beginnen, zu geben und für andere da zu sein. Das was sie in ihrer Vergangenheit gemacht haben, hat sie genau dort hin geführt, wo sie jetzt stehen. Sie haben immer nur auf sich selbst geschaut und das hat sie total einsam und bedroht gemacht. Fangen sie an, für andere da zu sein. Ehrlich. Stoppen sie ihre ganzen negativen Kommentare, entweder sie haben etwas nettes zu sagen, oder sie sind still. Das machen sie die nächsten Tage.

Jedes Mal, wenn ihnen der Gedanke kommt, dass sie so arm sind, dann zwingen sie sich zu erkennen, was jetzt im Moment gerade gut ist, dass es so ist wie es ist. Ich helfe ihnen dabei. Angenommen sie liegen jetzt alleine in diesem verdunkelten Zimmer:

Es ist gut, dass:

  • ich jetzt aufstehen kann und für meine Frau die Blumen gießen kann
  • ich jetzt aufstehen kann und meiner Frau was Liebes sagen kann
  • ich kann mich erholen und über mein Leben nachdenken und meinem Leben einen positiven Zweck geben (z.b. für andere da zu sein, ein liebevoller Partner, Arbeitskollege oder Vater zu sein
  • ich trotz Krankenstand weiter bezahlt bekomme
  • mich meine Frau nicht verlassen hat
  • meine Katze mich trotzdem mag
  • mein Körper trotzdem funktioniert, obwohl ich ihn so angreife
  • ich trotz Diagnose noch immer alles tun kann, wenn ich es möchte (also steh auf – beweis es)
  • und so viele andere Dinge mehr…..fügen sie noch ein paar hinzu!!!

Wenn sie zu denen gehören, die bis jetzt Burnout hatten und jetzt etwas verstanden haben, dann schick mir eine Mitteilung. Ich freue mich, wenn sie zu denen gehören, die mithelfen, hier etwas Liebevolles zu machen. Danke!

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