Erfahrungsbericht 1 Monat allein reisen

On 21. Februar 2016 by Admin

Da sie sich für diesen Artikel über „1 Monat allein reisen“ interessieren, nehme ich an, dass sie demnächst vorhaben eine Reise allein zu unternehmen, oder bereits Erfahrungen mit dem „allein reisen“ gesammelt haben. In beiden Fällen wird dieser Artikel einige Fragen beantworten, die ihnen wahrscheinlich bis jetzt noch nie jemand verraten hat, oder die er tunlichst verschwiegen hat.

Ich bin in den letzten 10 Jahren sehr viel gereist. Die meisten meiner Reisen, welche im Schnitt 1 Monat dauern, habe ich allein unternommen. Warum? Das erfahren sie gleich unterhalb. Sie werden feststellen, dass ich ein wenig anders vorgehe bei meinen Reisen, wie vielleicht der Mainstream, oder es die Reiseführer empfehlen. Das ist beabsichtigt. Viel Spaß beim Erfahrungsbericht!

Warum allein reisen so spannend ist?

Das wird nur jemand verstehen können, der sehr offen ist und lernen will. Für Menschen, die schwer allein sein können und mit sich selbst nicht viel anfangen können, bei denen löst diese Vorstellung vom allein reisen extreme Angst aus. Wenn man allein reist und so wie ich 4 Wochen unterwegs ist, dann kann man davon ausgehen, dass man mit allen Ängsten konfrontiert wird, die man sich nur vorstellen kann. Zu Hause hat man sich da seine vermeintlichen Sicherheiten geschaffen, aber im Ausland 12 oder 24 Flugstunden weg von zu Haus und das auch noch allein, da ist niemand da zum Händchen halten.

Aber genau das ist der Grund, warum ich so gerne alleine reise. Das alleine reisen hilft mir, mein Vertrauen und meine Liebe zu anderen und meinem Selbst auszubauen. Doch wie lernt man so etwas beim „allein reisen„?

Beim allein reisen kommt es auf die eigene Klarheit im Geiste an. Es gibt dort keine Freunde, die man gut kennt und die für einen da sind, wenn es mal nicht gut läuft. Und auch keine Eltern. Ich nütze Reisen um wichtige Eigenschaften zu trainieren. Dabei geht es um diese unterhalb aufgelisteten 7 Punkte. Diese Punkte machen den Unterschied aus. Mir ist bewusst, dass ich mich bei den angeführten Beispielen in jedem Fall berechtigterweise beschweren hätte können und alles mögliche, aber ich habe bereits oberhalb erwähnt, dass es mir nicht ums Recht haben geht. Mir geht es darum zu lernen und es ist einfach ein unglaublich geniales Gefühl, wenn man feststellt, dass nicht einmal die unterhalb erwähnten Beispiele, etwas an meinem Glück verändern können. Weil das Glück von mir aus geht und nicht von außen kommt.

  1. Toleranz
    • Beispiel: Ich bleibe tolerant, auch wenn meine Erwartungen ans Zimmer überhaupt nicht erfüllt werden. (Flöhe im Bett, Stinkendes versieftes Bad uvm.)
  2. Geduld
    • Beispiel: Ich bleibe auf einer Reise hängen und verpasse ohne Verschulden den Weitertransport und verbringe die Nacht am Flughafen oder in einer Wartehütte.
  3. Hilfsbereitschaft
    • Beispiel: Eine junge Dame ist verzweifelt und weiß nicht mehr weiter, weil sie mit einem 30 kg Koffer unterwegs ist und sich weh getan hat. Ich trage ihren Koffer 1,5 km und helfe ihr ein Hotel zu finden.
  4. Freundlichkeit
    • Beispiel: Auch wenn ich das Gefühl habe vom Taxifahrer, oder jemand über den Tisch gezogen worden zu sein. Ich bleibe ruhig und freundlich. Ich kläre die Sache in völligem Frieden, ohne aggressiv zu werden.
  5. Dankbarkeit
    • Beispiel: Jede Begegnung und wenn sie nur wenige Momente dauert ist verpflichtend. Ich will jeden wahr nehmen und dazu gehört meine Dankbarkeit zu erweisen. Oft sind keine Worte notwendig, es reicht ein Lächeln und ein Blick in die Augen eines fremden Menschen. Das ist die wirkliche Währung auf Reisen.
  6. Vertrauen
    • Beispiel: Ich habe das Vertrauen, dass alles für mich zum besten geschieht. Auch wenn es im Moment ganz anders aussieht. Ich gebe weiter unterhalb dazu ein paar Beispiele.
  7. Großzügigkeit
    • Beispiel: Ich will dort wo ich gerade bin geben. Ich will die Großzügigkeit nicht von meinem Urteil abhängig machen, wer etwas verdient. Ich gebe laufend und großzügig.

Damit lege ich den Grundstein, damit die Reise ein Erfolg wird. Wahrscheinlich sind die oben erwähnten Punkte, die wichtigsten überhaupt. Vielleicht könnte man sie noch durch Beispiele besser erläutern, aber ich will ihnen da freie Hand lassen. Es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten, wie man diese Eigenschaften trainieren kann. In diesem Erfahrungsbericht finden sie ein wenig Inspiration. Beim allein reisen bietet es sich deshalb an, weil man sofort die Früchte daraus ernten kann. Die Wirkungen spüren sie sofort, weil ihnen in der Fremde niemand in der Art verpflichtet ist, wie in ihrer gewohnten Umgebung, wo man sie kennt und sie standesgemäß behandelt.

Beim allein reisen sieht man nämlich, wie sehr man sich selbst mag. Wenn man sich nämlich selbst nicht mag, dann tut man sich auch schwer, zu anderen freundlich zu sein und das ist ein negativer Kreislauf. Aus diesem Grund ist es für Menschen ziemlich angsterregend, die mit sich selbst nicht klar kommen. Sie trauen sich dann auch nicht auf andere zuzugehen und sind dann wirklich allein in ihrer tristen Welt gefangen. Sie können davon ausgehen, dass solche Menschen die 7 Punkte genau gegenteilig auslegen. Nämlich, das jeder ihnen diese 7 Punkte schuldet. Damit hat er recht, aber ist damit unglücklich. Damit können sie die Ursache für das selbst gemachte Leid erkennen.

Ist allein reisen eigentlich gefährlich und auf was soll ich achten?

Ich würde es nicht als gefährlich bezeichnen, aber es ist halt so, dass fast immer irgendetwas passiert auf Reisen. Wenn man es beurteilen will, dann könnte man von guten Dingen und schlechten Dingen sprechen. Ich will das jetzt so formulieren, ohne dass ich ihnen jetzt unnötig Angst machen möchte.

Wenn sie wirklich das erste Mal eine Reise allein unternehmen, dann starten sie vielleicht mit einer Destination, die grundsätzlich unbedenklich ist. Was bietet sich da an? Da ich immer wieder sehr viele Mädels allein auf Reisen in Thailand, Malaysien, Singapur, Australien, China usw. kennenlerne, kann man davon ausgehen, dass diese Länder ein guter Einstieg sind.

Es ist einfach ganz normal, dass man bei der ersten Reise noch ziemlich unsicher ist und natürlich noch etwas vorsichtiger agiert. Diese Haltung finde ich grundsätzlich nicht verkehrt. Auch ich bin nach wie vor achtsam, was um mich herum passiert.

Was nicht sehr hilfreich wäre, wenn allein der Gedanke ans allein reisen ihnen bereits Angst macht. Man hat dann relativ wenig von der Reise und außerdem zieht man durch die Angst sehr viele unangenehme Situationen selbst an. Wenn ich in eine unangenehme Situation geraten bin, dann kann ich davon ausgehen, dass meine Gedanken im Vorfeld bereits ängstlich waren. Weiter unterhalb beschreibe ich dazu noch das Phänomen „Stimmungsbruch“, der bei jeder längeren Reise auftritt. Auslöser dafür ist immer eine versteckte Angst.

Wie sieht es mit dem Gepäck aus?

Am besten so wenig wie möglich. Ich reise immer nur mit Handgepäck. Notfalls kaufe ich lieber Utensilien zu, bevor ich zuviel mitnehme. Ich liste nur ganz kurz auf, was nützlich ist:

  • Rucksack (dient als Gepäckstück – unterhalb das ist meiner von Jack Wolfskin; seit mittlerweile 10 Jahren mache ich jede Reise mit diesem genialen Rucksack – geht als Handgepäck durch!!)

  • Hygienesachen (Zahnputzzeug, Rasierer usw.)
  • Hose (1 lang im Flugzeug tragend, 1 kurz)
  • Unterhosen (3 Stück) + Socken (3 Paar)
  • dünne Daunenjacke mit Kapuze (brauche ich meist nur fürs Flugzeug, oder Regentage)
  • Geldbörse, Handy mit Headset (mit der App google maps)
  • Tshirt (3 Stück kurz)
  • Reisepass (Visum)
  • Sweater (2 Stück mit Kapuze für Kino usw.)
  • Schuhe (1 Sneaker die auch zum Joggen gehen und Badeschlapfen)

Ich lasse die Wäsche meist vom Hotel oder Wäscherei waschen. Das kostet fast nichts und ich habe keine Schlepperei und sogar Platz, um mir noch was nettes dort vor Ort zu kaufen. Ich zähle bei Reisen nicht auf die Optik, sondern auf die Funktion. Die Sneaker müssen super zum gehen sein und ich muss damit auch meinen Morgenlauf erledigen können. Hier geht es niemals um Schönheit, sondern um Funktion der Gegenstände.

Wenn sie eine Frau sind, dann brauchen sie sich auch keine großen Sorgen zu machen. Die Mädels, die ich da auf den Reisen immer kennenlerne, würde ich wahrscheinlich im wahren Leben nicht wieder erkennen. Mir fällt das nur auf, wenn wir dann die Facebook oder xing Profile austauschen. Auf Reisen gewinnt sicher keiner einen Schönheitspreis, aber gerade das finde ich so genial. Die meisten sind das erste Mal in ihrem Leben so richtig authentisch und lassen ihre Masken mal runter fallen. Für einige ist vielleicht gerade das auch der Grund, warum sie so eine Reise allein machen. Endlich mal keine Rolle von sich spielen zu müssen.

Wie findet man sich in der Fremde zurecht?

Das ist ganz einfach. Lesen sie vorher keine Reiseführer, oder Reiseberichte. Damit zerstören sie sich ihre gesamten eigenen Erfahrungen, wenn sie davon lesen, was sie alles anschauen sollen und wo sie nicht hingehen sollen. Sie sind dann so mit Fremdurteilen vollgestopft, dass sie sich nicht mehr vorurteilsfrei auf ein Land oder eine Stadt und die Menschen einlassen können. Außerdem sind die meisten Reiseführer absoluter Müll und Panikmache.

Wenn interessiert der Tipp über die besten Lokale, wenn ich eine Einheimische ansprechen kann und sie persönlich fragen kann. Die besten und günstigsten Essenslokale und Köstlichkeiten habe ich auf diese Weise entdeckt. Noch dazu viele andere interessante Informationen, was ich mir alles anschauen kann. Direkt aus dem Mund einer Einheimischen. Und nicht von irgendeinem Redakteur, der vielleicht in einem Lokal einmal gratis gegessen hat und im Gegenzug dafür das Restaurant positiv im Reiseführer erwähnt.

Oft habe ich bereits am ersten Tag dadurch zahlreiche Menschen kennengelernt und bin zu ihnen nach Hause eingeladen worden. Wie man das macht? Ganz einfach. Ich halte auf der Strasse einfach jemand auf, den ich sympathisch finde und frage, ob er hier in dieser Stadt wohnt. Wenn ja, dann frage ich, wo man hier gut frühstücken kann, oder was sein Lieblingsplatz hier ist. Auf diese Weise kommen die genialsten Gespräche zustande. Nicht selten, bedankt sich der Einheimische oder die Einheimische bei mir fürs Gespräch. Wenn ich länger in der Stadt bin und nichts anderes vor habe, dann kann es durchaus sein, dass man sich zu einer Sightseeing-Tour trifft, oder gemeinsam was essen geht.

Auf diese Weise hat es die lustigsten Momente auf Reisen gegeben:

  • Tappas Essen mit einer Deutschen in Barcelona (Spanien)
  • Japanische Studentenparty am Darling Harbour in Sydney (Australien)
  • Fussball-WM Spiel Brasilien gg. Deutschland in der Wohnung einer Kroatin zusammen mit 12 verschiedenen Nationalitäten in Stockholm (Schweden)
  • Dinner beim Sohn des Bürgermeisters in Trivandrum (Indien)
  • Irreguläre Teilnahme am Marathon von Singapur mit einer Einheimischen uvm.

Wie finde ich das Hotel, das Zentrum oder zum Flughafen?

Noch bevor sie abfliegen, checken sie im Internet, wie man vom Flughafen zum Zentrum (meist Hauptbahnhof) kommt. Sie lassen sich im google maps anzeigen, wo ihr Hotel liegt. Meist funktioniert die Funktion, dass es ihnen sogar mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzeigt. Wenn nicht, dann lassen sie sich es per Fussweg anzeigen, damit sie mal sehen können, in welchem Teil der Stadt ihr Hotel liegt. Davon würde ich mir eine Hardcopy am Telefon machen, damit sie im Fall der Fälle mit ihrem GPS dort hin finden.

Vom Flughafen gibt es meist 3 Möglichkeiten, oder sogar 4 Möglichkeiten ins Stadtzentrum zu kommen. Bus, Bahn, Taxi oder Speedboat (an Meeresstädten). Ich bevorzuge meistens Bus oder Bahn. Mit denen ist es meist spottbillig und sie kommen damit direkt zum Hauptbahnhof (Central Station). Es gibt wenig Städte, wo ich auf das Taxi zurückgreife. Meist nur dann, wenn ich mitternachts in einer fremden Stadt lande, oder in Manila (zu jeder Tages- und Nachtzeit).

Sind sie dann einmal im Zentrum (Hauptbahnhof) der Stadt angekommen, dann kommen sie meist mit jedem Verkehrsmittel an ihr Ziel (Hotel). Wenn die Distanz nicht über 7 km liegt, dann mache ich meist den Weg zu Fuss. Erstens lerne ich dadurch die Gegend kennen und kann mich schon einmal orientieren, wo es Lebensmittelgeschäfte und Einstiegsstellen fürs Verkehrsmittel gibt und ausserdem lerne ich die Stadt total gerne im Gehen kennen.

Was macht man ein ganzes Monat lang?

Das kann man vorher nicht wissen. Ich halte nicht viel davon viel zu planen. Eigentlich plane ich auf meinen Reisen im vorhinein gar nicht viel. Bis auf die Flugbuchung und die ersten 2 Nächte im Hotel. Ab dann passiert alles spontan. Da es überall WLAN Internetverbindung gibt, ist jedes Hotel ihre Kommandozentrale. Wie bereits weiter oben erwähnt, kann man auf Reisen nie genau sagen was passiert und jeder Tag ergibt soviel neues. Man lernt jemand kennen und schon ist alles anders.

In Australien wollte ich unbedingt durch den Urwald marschieren, aber alleine war das einfach zu gefährlich. Ganz spontan lernte ich im Hostel einen 65jährigen Erdölingenieur aus Edinburg kennen, der sich gerade für seine Expedition mit Machete vorbereitete. Ich fragte ihn, was er da mache und er lud mich spontan ein, mit ihm bei der Expedition dabei zu sein. Wenn man alleine auf Reisen ist, dann passiert so etwas eigentlich recht häufig.

In aller Regel setze ich mir für jeden Trip ein generelles Ziel, jedoch unabhängig davon sind immer die 7 Punkte für mich relevant:

Bei meinem letzten Trip im Dezember 2015 nach Thailand wollte ich Disziplin und Stille trainieren. So habe ich 12 Tage lang gefastet und das ganze Monat bis auf wenige Ausnahmen nicht geredet.

Bei einem anderen Trip hatte ich das Ziel möglichst viele Leute kennenzulernen und war das ganze Monat mit verschiedenen Leuten zusammen.

Wiederum bei einem anderen Trip wollte ich die chinesische Mauer soweit wie möglich zu Fuss entlang gehen, was ich im strömenden Regen auch 10 km lang gemacht habe 😉

Was kostet das alleine reisen?

Komischerweise ist allein reisen nicht viel teurer wie zu zweit. Der einzige Nachteil ist, dass man sich in Hochpreis-Ländern durchs Doppelzimmer und Transporte mehr Geld einspart, aber das hält sich in Grenzen. Was ich im Schnitt für Hotels und Flüge bezahle? Ich rechne es vor mit meinem letzten Thailand Trip.

Ich buche die Flüge meistens genau 6 Monate im voraus online, wenn ich einen Langstreckenflug über 10 Stunden buche. Dazu ist es wichtig, dass der Abflugstag immer zwischen Dienstag und Donnerstag ist und der Rückflugstag auch. Mein letzter Flug nach Bangkok ab Wien kostete hin und zurück EUR 463. Bei Kurzstreckenflüge reichen 2 Monate im voraus. Bei den Hotels buche ich meist 3* plus oder 4* plus. Diese kosten in Thailand zwischen 30 bis 50 EUR. Die Verpflegung in Thailand ist extrem günstig und man kommt mit 10-15 EUR pro Tag sehr gut aus.

Mich interessieren die Sehenswürdigkeiten eher weniger. Ich gehe oft am Tag bis zu 20 km zu Fuß, weil mir das am meisten gefällt. Man findet nette Cafes und schöne Plätze. Gerne miete ich mir auch ein Rad. Ansonsten nehme ich immer die öffentlichen Verkehrsmittel in Anspruch. Ich bin froh, wenn ich auf Reisen auf das Auto, oder auf das Motorrad verzichten kann.

Ich muss dazu sagen, dass ich keine hohen Ansprüche ans Essen oder Trinken habe. In Thailand esse ich natürlich immer in Restaurants, weil sie so günstig sind. In Hochpreis-Ländern gehe ich kaum in Restaurants. Da esse ich in kleinen Bistros, oder kaufe selbst ein. Daher kosten meine Reisen eigentlich sehr wenig. Das teuerste sind oft Tickets für Fußballspiele, Basketballspiele, American Football, Baseball usw. Mich fasziniert die Stimmung und das Prozedere ist spannend anzusehen.

Auf den Stimmungsbruch aufpassen

Wie bereits oberhalb erwähnt, wird man bei jeder Reise mit all seinen Ängsten konfrontiert. Bei einer Reise wird einem so richtig bewusst, dass man sich zu Hause eine Komfortzone eingerichtet hat, um die ganze Angst nicht ständig sehen zu müssen. Angst hat ja viele Gesichter und versteckt sich in Verärgerung, Wut, Aggression, Enttäuschung, Depression, Zynismus, Ohnmacht, Krankheit, Müdigkeit, Langeweile, Zwänge uvm. 

Bei einer Reise treten die verstecktesten Angstgedanken empor und können einem wirklich ziemlich zusetzen. Aus meiner Erfahrung kommt es bei mir zu dem oberhalb genannten „Stimmungsbruch“ meist so in der 2. Woche. Meist ist der Auslöser oft nur ein harmloses Ereignis, um den Groll auszuagieren und dann sogar in ein Stimmungstief zu fallen. Es kann dann sogar soweit kommen, dass die Angstgedanken überhand nehmen und man unbedingt nach Hause will. So extrem stark hatte ich den Stimmungsbruch persönlich noch nie. Unterhalb schildere ich einen Fall, bei dem es die Sicherungen ziemlich ausgeknippst hat.

Ich habe einen allein reisenden Österreicher kennengelernt, der noch auf dem Flughafen so eine intensive Panikattacke hatte, dass er sofort einen Rückflug buchte, um wieder daheim zu sein. Ich weiß, dass dieses Thema nicht allzu sexy ist, von dem ich da gerade schreibe, aber wenn man weiß, dass so etwas in stärkerer oder schwächerer Ausprägung bei jedem auftritt, dann ist man gewappnet. Übrigens, dies ist keine Besonderheit beim allein reisen, das tritt genauso in der Gruppe auch auf, nur da bekommen es halt dann die Freundin oder der Freund ab. Der erste Test ist ja oft schon der Langstreckenflug, wo es für einige mit ihren Ängsten ans Eingemachte geht.

So, das wars jetzt einmal fürs erste. Ich werde noch ein paar Dinge ergänzen, wenn ich Zeit und Lust dazu habe. Falls dir etwas auffällt, was noch interessant sein könnte, lass es mich wissen. Danke.

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