10in2 Erfahrungsbericht nach 40 Tagen intermittierendes Fasten

On 16. April 2014 by Admin

Wie gesagt, als ich erstmals von 10in2 gehört habe, habe ich mir nicht gedacht, dass ich es aushalten könnte 36 Stunden durchgehend nichts zu essen. Das war vor 40 Tagen. Bevor ich meine Erfahrungen schildere, möchte ich kurz auf die Ausgangssituation zu sprechen kommen.

Mein erster naiver Gedanke „Hoffentlich verhungere ich nicht!“

Mir ging es bei diesem Experiment vordergründig nicht ums Abnehmen, sondern eher darum an die Grenzen zu gehen und um die Erfahrungen, wie der Körper damit umgeht und welche spannenden Beobachtungen ich dabei machen werde. So weit so gut. Mein Ausgangsgewicht waren 71 kg bei einer Größe von 177 cm. Das bedeutet, dass ich mich eher als schlank, aber nicht dick bezeichnet hätte, allerdings nicht sehr muskulös. Ich dachte mir allerdings ernsthaft, ob ich dabei nicht verhungere, weil ich sehr auf Essen fokussiert war und es wirklich einen wichtigen Part in meiner Alltagsroutine hat.

Ergänzung vom 17.01.2016:

Nach über 250 Nicht-Esstagen möchte ich hier eine wichtige Information einfügen: 10in2 ist ein HILFSMITTEL für die Lösung ihres Übergewichts und ihrer Gewichtsprobleme. Wie sie unterhalb lesen werden, kann man damit extrem schnell und innerhalb von 3 Monaten das gesamte Übergewicht abbauen, aber wenn sie nicht die Ursache für ihr Übergewicht auflösen, dann haben sie nach 10in2 wie bei jeder anderen Diät, den JOJO-Effekt. Die wahre Ursache für Übergewicht liegt IMMER an einem Schuldthema zu Eltern, Kinder, Kollegen, Freunden usw. Da dies aber nie aufgelöst wird, ist das Zunehmen nach 10in2 die Regel. Weiter unterhalb gehe ich auch noch auf Probleme bei 10in2 ein, die auftreten können.

Die Rahmenbedingungen von 10in2

Noch ganz kurz zu den Rahmenbedingungen, die ich teils aus dem Internet und teils von Bekannten erhielt. Bei der Variante 10in2 isst man einen Tag was man will und am nächsten nichts. Erlaubt sind an den Nicht-Ess-Tagen Wasser (mind. 2-3 Liter), schwarzer Kaffee, Tee (alles ohne Zucker) und am Abend bei Bedarf ein Glas Rotwein. Mit diesen Informationen startete ich mein Experiment. Siehe auch Buch unterhalb.

(Sie müssen sich das Buch zwar nicht kaufen, um 10in2 erfolgreich durchzuführen, aber für mich war es gerade am Anfang motivierend darin zu lesen und einen Begleiter zu haben)

Mein erster Nuller in 10in2 (mein 1. Nicht-Ess-Tag)

Ich kann mich wirklich nicht daran erinnern, dass ich in meinem Leben bis dato 36 Stunden nichts gegessen habe. Ein totales Luxusproblem. Und wenn man dies seit über 30 Jahren so erlebt hat, dann kann man sich sicherlich vorstellen, welche Gewohnheiten sich da entwickelt haben. Jede leichte Gefühlsregung und jeder leichte Anflug eines Gustos wurde mit Hunger gleichgesetzt. Und natürlich wurde gleich zur Tat geschritten und etwas gegessen. Zusätzlich habe ich bemerkt, dass ich Essen auch als hochgradig effiziente Methode etabliert habe, um mich von unangenehmen Dingen abzulenken (ich muss jetzt dringend was essen, hab Hunger, auch wenn ich vor 1 Stunde erst Mittag gegessen habe).  

Obwohl ich Bedenken bezüglich Hunger und Gesundheit hatte, war ich hochgradig motiviert und wollte meinen ersten Nicht-Ess-Tag erfolgreich absolvieren. Ich hatte ja den großen Vorteil, dass es manche Leute laut ihren Erfahrungsberichten bereits seit Jahren durchführen und von den positiven Effekten schwärmen (mehr Energie, Gewichtsreduktion, mehr Zeit, Bluthochdruck verschwindet, Anti-aging-Effekt durch Autophagie).

Der erste Tag war ein wenig durchwachsen. Ich startete mit 1/2 Liter Wasser gleich am Morgen. Übrigens, Wasser sollte gerade an den Nicht-Ess-Tagen in reichlicher Menge getrunken werden. Ich komme an den Nicht-Ess-Tagen auf ca. 2-3 Liter. Das ist deshalb von Bedeutung, weil der Körper sich extrem von Überflüssigem befreit und diese werden vorwiegend über den Urin bzw. die Haut ausgeschieden. Der Körper schaltet dabei sein Reinigungsprogramm an und befreit den Körper von Stoffen, die er nicht braucht. Das tut er zwar auch an Esstagen, aber an Nicht-Ess-Tagen widmet er sich diesem Vorgang intensiv, weil er nicht durch Verdauungsarbeiten und anderen Vorgängen im Körper gestört wird.

Ich hatte am ersten Tag leichte Kopfschmerzen. Die aber wirklich nicht schlimm ausfielen und nur kurz waren. Ich wusste aus Fastenbüchern, dass das gerade in den ersten Tagen beim Fasten auftritt, weil der Körper sich von Giftstoffen befreit und wenn zu wenig Wasser getrunken wird, dann führt das leicht zu Kopfschmerzen. Ich trank sofort ein Glas Wasser und innerhalb von wenigen Minuten waren die Kopfschmerzen wieder weg. So ab Mittag hatte ich das erste Mal einen Gusto aufs Essen, den ich wiederum durch ein Glas Wasser stillte. Hervorragend gegen dieses Hunger- oder Appetitgefühl hilft bei mir Sport. Da ich seit 14 Jahren ohnehin jeden Tag eine Stunde Sport mache, habe ich dies auch an den Nicht-Ess-Tagen weiter fortgesetzt. Nach dem Sport ist das Hungergefühl weg. Ausserdem regt Sport an den Nicht-Ess-Tagen die Fettverbrennung enorm an, da die Leber wegen der aufgebrauchten Kohlehydrate nun Fettsäuren in Ketonkörper umwandeln muss, um den Körper mit Energie zu versorgen. (man spürt das durch einen eigenartigen Geruch im Mund).

Eine Belohnung stellte für mich in den ersten Tagen immer wieder ein Espresso dar, denn ich zusammen mit einem 1/2 Liter Leitungswasser genoss. An jedem Nicht-Ess-Tag bekomme ich so am Nachmittag ein extremes Euphoriegefühl. Es fühlt sich echt genial an. Am ersten Tag war es mir ab Mittag ein wenig kalt, vor allem in den Händen. Gegen Abend hin hatte ich an den ersten 3 Nicht-Ess-Tagen kurze Momente von Schwächegefühl. Diese sind aber nicht wirklich schlimm. Als ich den ersten Tag erfolgreich absolviert hatte, freute ich mich so sehr auf das Frühstück am nächsten Tag. Dieses Gefühl ist ein absoluter Wahnsinn. So haben Sie sich noch nie auf etwas Essbares gefreut, dass verspreche ich Ihnen.

Am Morgen nach meinem Nicht-Ess-Tag startete ich mit einem 1/2 Liter Leitungswasser auf nüchternen Magen und frischen Mus mit Apfel, Zimt, Karotte, Orange und Kokosflocken. Damit breche ich das Fasten nach 36 Stunden. Der Körper bekommt etwas Gesundes, Organisches und Leichtes, um sich wieder auf feste Nahrung vorzubereiten.

Gefühl am Nicht-Ess-Tag

Das Gefühl am Nicht-Ess-Tag ist etwas ganz besonderes. Dadurch das der Körper bereits nach 12 Stunden seine Vorräte aufgebraucht hat, muss der Körper auf die Fettverbrennung (Ketonkörper Energie) umstellen. Dadurch, dass keine Nahrung von aussen zugeführt wird, erfolgt die Energiezufuhr durch die Fettsäuren (Fettpolster werden vernascht) und das ist eine gleichmässigere Energiezufuhr. Man fühlt sich so richtig chillig und entspannt. Es regt einem vieles überhaupt nicht auf. Meine Fähigkeiten klar zu denken und zu analysieren sind enorm an den Nicht-Ess-Tagen. Ich habe die genialsten Ideen an diesen Tagen. Sorgen und belastende Gedanken treten verringert bei mir auf. Auch wenn es lächerlich wirkt, aber ich fühle mich dabei, als hätte ich die volle Kontrolle über meinen Körper.

Schlafqualität am Nicht-Ess-Tag

Zur Schlafqualität möchte ich noch etwas hinzufügen. Gerade an den Nicht-Ess-Tagen ist die Schlafdauer bei mir kürzer und die Schlafqualität nicht so gut. Gerade in den ersten Wochen war es so. Ich weiß nicht, warum das so war, allerdings hat es sich jetzt nach 40 Tagen sehr gut eingependelt. Ich hatte auch immer wieder kalte Füsse und musste warme Socken beim Schlafen anziehen. (Ich weiß, was Sie jetzt denken, habe ich mir zuerst auch gedacht, aber es wird ja bald Sommer)

Was esse ich an meinen Ess-Tagen

Wirklich alles was ich will und so viel ich will. Ohne Einschränkungen. Als Tipp: Ich würde am Ess-Tag nicht zu sehr ihren Speiseplan optimieren, d.h. ich würde essen auf was sie Lust haben, weil sonst der Körper überhaupt keine Ressourcen mehr hat, nach dem ersten Plateau (Gewichtabnahme-Stillstand), weiter Gewicht abzubauen.

Effekte nach den ersten 40 Tagen

  • Ich habe pro Woche ca. 1 kg abgenommen, d.h. ich stehe jetzt nach 40 Tagen bei 63 kg, als bei minus 8 kg und einem Körperfettwert von 14%, wenn das stimmt was die Waage anzeigt
  • Mein Blutdruck war seit Jahren über 135/90. Dh. leicht erhöht. Seit der 1. Woche 10in2 habe ich einen perfekten Blutdruck von 120/80.
  • Ich hatte ziemliche Probleme mit bestimmten Lebensmitteln (Intoleranzen). Ich kann wieder alles essen! Ohne Probleme!
  • Der Körper hat sich insoweit verändert, dass das Fett genau an den Stellen weggegangen ist, wo es seit Jahren war und ich mit Sport nichts erreicht habe. Hüfte, Bauch, Brust. Nach 6 Monaten veröffentliche ich vielleicht hier ein Foto 😉
  • Ich brauche an den Nicht-Ess-Tagen kein Geld für Nahrung, es ist kein Einkauf nötig.
  • Ich brauche in kein Restaurant zu gehen an den Nicht-Ess-Tagen, oder zu Hause was machen – die Zeitersparnis ist enorm.
  • Es fühlt sich echt genial an!
  • Meine Blutwerte werden gerade überprüft – werde ich sobald ich sie weiß ergänzen! (sehr interessant, weil ich erhöhte Cholesterin Werte zuvor hatte)

Nicht-Ess-Tag unmöglich an einem harten Arbeitstag?

Ich kann aus meiner Erfahrung sagen, dass es mir sogar besser ging ohne zu essen. Ich habe an meinem Nicht-Ess-Tag ein 10 Stunden dauerndes Seminar mit Höchstbelastung geleitet und fühlte mich ausgezeichnet. Ich habe allerdings sehr viel Wasser und Tee getrunken.

TIPP: An den Tagen, wo du keine Zeit für Bewegung hast, versuche wenigstens 5 Minuten Zeit für 100 Kniebeugen, 50 Liegestütz und 100 Situps aufzubringen. Wenn du diese Übungen machst, dann verändert sich die Kontur deines Körpers besser und Hauttaschen durch das Übergewicht werden durch Muskeln und straffe Haut ersetzt. Du brauchst dazu gar keine Geräte, kannst du zu Hause im Wohnzimmer machen. Ich habe mir nur für die Situps als Erleichterung dieses Gerät unterhalb zugelegt.

Im Erfahrungsbericht nach 100 Tagen habe ich zeitlich genau alles dokumentiert, wieviel ich abgenommen habe, wann längere Stillstandsphasen waren und wie das körperlich dann aussieht nach 100 Tagen.

Falls sie Stillstandsphasen haben und sich nichts mehr tut beim Abnehmen, dann kann ihnen der Erfahrungsbericht Häufige Probleme und Fragen bei 10in2 helfen.

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